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Ausstellungen 2015

17. Mai - 09. August
 
Vladimír Houdek - Levitationen
30. August - 01. November
 
22. November - 07. Februar 2016

Von neuerwachten Welten - Jahresgaben 2015
22. November - 07. Februar 2016
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Die Beiläufigkeit der Dinge
Eberhard Havekost, Ulrich Pester, Stefan Pfeiffer, Wilhelm Sasnal,
Peter Schmersal, Norbert Schwontkowski, Luc Tuymans,
Cornelius Völker, Zhang Enli
 
08. Februar – 26. April 2015
 
  
Die Ausstellung zeigt zeitgenössische Malereipositionen, die
hinsichtlich der Auswahl ihrer Sujets ihren Blick unter ander-
em auf Details fokussieren. Die von den Künstlern dargestellten
Gegenstände und Situationen spielen in der allgemeinen Wahr-
nehmung eine eher beiläufige Rolle. Es handelt sich um Dinge
und Begebenheiten, die man innerhalb der traditionellen Malerei-
motive der Natur- und Stadtlandschaften, Stillleben und Porträts
nicht zwangsläufig für beachtenswert halten würde.
So beschäftigen sich die an der Ausstellung teilnehmenden Maler
mit Motiven, die eine alltägliche Nutzung erfahren, wie beispiels-
weise Sofas, Türklinken und an Kleiderhaken befindliche Jacken,
Porträts mit Gurkenmasken, Gartenutensilien, Konsumgüter wie
Seife und Gurkengläser oder Naturdarstellungen aus einer unge-
wöhnlichen Perspektive. Es wird deutlich, dass derartige Beiläufig-
keiten des Alltags durchaus eine malerische Qualität aufweisen.
Die in dieser Präsentation zusammengeführten künstlerischen
Positionen zeigen, dass ein zweiter Blick auf die uns umgebenden
vermeintlich beiläufigen Erscheinungen im Einzelnen lohnenswert
ist, da so ihre Bedeutung im Gesamtzusammenhang unseres all-
täglichen Lebens offen zutage tritt.
 
Eberhard Havekost, »Shimmery Mauve«, 07, 2007, 4-tlg., Öl auf Leinwand,
Installationsmaße variabel, Courtesy Galerie Gebr. Lehmann, Berlin I Dresden

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DOUBLE ACT - Johanna Tiedtke & Martin Neumaier
 
17. Mai - 09. August  
 
 
In der Ausstellungsreihe »DOUBLE ACT«, die im jährlichen Rhyth-
mus stattfindet, werden zwei Künstlerpersönlichkeiten gegenüber-
gestellt.
In dieser Ausgabe präsentieren wir die in Eckernförde geborene
und in New York lebende Künstlerin Johanna Tiedtke und den in
Berlin lebenden Künstler Martin Neumaier. Johanna Tiedtke ge-
hört gegenwärtig zu den vielversprechenden jungen Künstlerinnen.
Mit ihrer Rauminstallation »Von neuerwachten Welten« hat sie inter-
national erstmals auf sich aufmerksam gemacht.
Tiedtke arbeitet in vielen Techniken, die von der Malerei, der Collage,
diversen Druckverfahren bis hin zu installativen Werken reichen, und
die sie auf eigenwillige Art und Weise erweitert (zum Beispiel Radier-
ung auf Glas).
Martin Neumaier setzt sich in seinen Collagen und Skulpturen mit den
Folgen der Entdeckungen durch die Seefahrt und deren historischen
Bedingungen auseinander. Dies geschieht weniger in einer großen
moralischen Attitüde, als vielmehr in der subtilen Offenlegung von
Fakten, die weitestgehend aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit
verschwunden sind.
Für beide Künstler ist es die erste größere institutionelle Einzel-
präsentation in Deutschland.
 
 
Martin Neumaier, o. T. (L) , 2014, Collage auf Buchseite, 17 x 13 cm, Courtesy Galerie Kai Erdmann, Hamburg

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Vladimír Houdek - Levitationen
 
30. August - 01. November
 
 
Die Unterscheidung von gegenständlich und abstrakt in der Kunst
besaß noch nie Relevanz, da ein Künstler, wie ein jeder Mensch,
bereits einen wahrgenommenen Gegenstand auf die für ihn wesent-
lichen Dinge reduziert. Jede Übertragung dieser Ästhetik des Alltags
unterliegt folglich einer Abstaraktion.  
Für den in Prag lebenden Künstler Vladimír Houdek ist diese Erkennt-
nis selbstverständlich. Der Titel "Levitationen" verdeutlicht das Chang-
ieren zwischen Abstraktion und Gegenständlichkeit metaphorisch, da
er sowohl im physikalischen als auch parapsychologischen Sinne einen
ästhetischen Schwebezustand ausdrückt.
Houdeks Malereien und Zeichnungen, Collagen und Filme sind nach
geometrischen Grundprinzipien ausgerichtet. Seine Formkomposition-
en spielen dabei mit der Illusion und Täuschung, die durch eine
gewisse Plastizität, das heißt Tiefenwirkung, erreicht wird. Auch
wenn die Bezüge in seinen Werken durch geometrische Formprin-
zipien der Gegenwart bestimmt werden, sind Anklänge an Ideen
historischer Vorläufer, wie zum Beispiel des Konstruktivismus und
ihre Aneignung in neue Sinn- und Wahrnehmungszusammenhänge,
unverkennbar.
Bei der Ausstellung handelt es sich um die erste institutionelle
Einzelpräsentation von Vladimír Houdek außerhalb seiner
tschechischen Heimat.
 
 
Vladimír Houdek, Untitled, 2014, Öl und Acryl auf Leinwand, 210 x 165 cm, Courtesy Polansky Gallery, Prag


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Valentin Carron - Overbeck-Preis für Bildende Kunst der Gemeinnützigen 2015
 
22. November - 07. Februar 2016
 
 
Der Overbeck – Preis für Bildende Kunst der Gemeinnützigen zu Lübeck
wird 2015 an den Schweizer Künstler Valentin Carron verliehen.
Der Preis ist mit 5.000 € dotiert und wird im Rahmen der Eröffnung der
begleitenden Ausstellung am 22. November in einem Festakt überreicht.
Eine international besetzte Jury wählte den 1977 im Wallis geborenen
Künstler einstimmig.
Der von der Lübecker Gesellschaft zu Beförderung Gemeinnütziger
Tätigkeit ausgelobte Overbeck – Preis wird alle drei Jahre vergeben.
Mit der Ausstellung im Pavillon der Overbeck – Gesellschaft präsentiert
erstmalig eine deutsche Institution Valentin Carron umfassend in einer
Einzelpräsentation.
Er ist einer der herausragenden Schweizer Künstler seiner Generation.
In den letzten Jahren widmeten ihm die Kunsthalle Bern (2014), das
Palais de Tokyo in Paris (2010), La Conservera im spanischen Murcia
(2009), die Kunsthalle Zürich (2007) und das Swiss Institute in New York
(2006) umfassende Einzelausstellungen. 2013 wurde er für den Schweizer
Pavillon auf der Biennale in Venedig ausgewählt.
Bei zahlreichen Werken Carrons handelt es sich um originalgetreue oder
sich an Originale anlehnende Nachbildungen bestehender Artefakte, Zier-
muster und öffentlicher Skulpturen aus dem unmittelbaren Umfeld des
Künstlers. Skulpturale und installative Arbeiten sind in seinem Schaffen ein
zentrales Element. Inspirationsquelle für seine Werke ist seine Heimat, der
Kanton Wallis. Hier ist Carron aufgewachsen, hier lebt und arbeitet er auch
gegenwärtig. Seine Bildsprache spielt mit der Zeichenwelt dieser weltweit
bekannten Tourismusregion, adaptiert und ironisiert sie, um sie derart zum
entscheidenden Bestandteil seiner künstlerischen Auseinandersetzung zu
transformieren. Carron provoziert durch stilistisch Gegensätze und Verwen-
dung von vorgetäuschten Materialien, welche die Frage nach Original und
Kopie, nach Tradition und Identität aufwerfen.



Valentin Carron, Teflon longways Wearily, 2013, Bronzeguss, 8-teilig, Courtesy the artist and Galerie
Eva Presenhuber, Zürich
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Von neuerwachten Welten 
Jahresgaben 2015
 
22. November 2015 – 07. Februar 2016
 
 
Mit der Einführung von Jahresgaben in der Overbeck-Gesellschaft
wird zum einen das Angebot für Mitglieder erweitert, Interesse für
die Gegenwartskunst zu wecken, zum anderen ganz allgemein die
Möglichkeit geboten, Kunstwerke zu einem erschwinglichen Preis
zu erwerben. Jeder Käufer einer Jahresgabe fördert nicht nur
Künstlerinnen und Künstler unserer Zeit, sondern unterstützt damit
maßgeblich das Programm der Overbeck-Gesellschaft.
Der Hauptfokus bei der Auswahl (aber nicht ausschließlich) liegt bei
den jeweiligen Künstlerinnen und Künstlern, die in dem abgelaufenen
Jahr an Ausstellungen in der Overbeck-Gesellschaft beteiligt gewesen
sind. Die Titel der Jahresgaben-Präsentationen werden einem Werk-
titel einer der beteiligten Protagonisten entnommen.
Der Titel dieser Ausstellung bezieht sich auf die installative Arbeit
„Von neuerwachten Welten“ von Johanna Tiedtke.
Für das Jahr 2015 sind Jahresgaben mit Valentin Carron, Eberhard
Havekost, Vladimir Houdek, Almut Linde, Martin Neumaier, Johanna
Tiedtke, Gert + Uwe Tobias und Cornelius Völker geplant.


Johanna Tiedtke, » Von neuerwachten Welten«, 2012, Mixed Media, Maße variabel, Courtesy the artist