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Ausstellung 2016

Andrew Gilbert - Ulundi is Jerusalem, Andrew is Emperor, Brocoli is Holy
Eine Ausstellung der Overbeck-Gesellschaft und
des St. Petri Kuratoriums
28.02. - 17.04.2016  -  Eröffnung: 28.02.

Melissa Gordon - Derivative Value
08.05. - 26.06.2016  -  Eröffnung: 08.05.
 
Regionale 3 - News from Nowhere
Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kulturstiftung
des Landes Schleswig-Holstein 2014 und 2015
17.07. - 14.08.2016  -  Eröffnung: 17.07.

Joep van Liefland - Real Resurrection
28.08. - 09.10.2016  -  Eröffnung: 28.08.
 
Double Act - Sven Kroner & Sophie Schweighart
Eine Ausstellung der Overbeck-Gesellschaft und
des St. Petri Kuratoriums
 
Sven Kroner: 23.10. - 11.12.2016 (Overbeck-Gesellschaft)
Sophie Schweighart: 23.10. - 16.11.2016 (St. Petri)
Eröffnungen: 23.10.
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Andrew Gilbert - Ulundi is Jerusalem, Andrew is Emperor, Brocoli is Holy

Eine Ausstellung der Overbeck-Gesellschaft und des St. Petri Kuratoriums

 
28.02.–17.04.2016 – Eröffnung: 28.02.
 
Der schottische Künstler Andrew Gilbert kombiniert in seinen Papierarbeiten
und raumgreifenden Installationen fiktive Situationen mit historischen Fakten.
Anlass sind stets Begebenheiten aus den Zeiten des Kolonialismus, vornehm-
lich des Britischen Empires, die in der Art seiner Reflexion weit über den ge-
schichtlichen Kontext hinausreichen, und deren Konsequenzen bis heute
schwer wiegen. Dabei untersucht er auch die Aufarbeitung über jene Zeit in
Filmen und Literatur. „Seine Methode ist die Reinkarnation. Indem er im künst-
lerischen Schaffen in die Rolle eines britischen Majors oder Generals schlüpft,
sich fremde Identitäten einverleibt und selbst als reale oder fiktive Gestalt auf-
tritt, gelingt es ihm, die Historie in die Gegenwart zu projizieren“ (Zdenek Felix).
Visionen der Vergangenheit und ihre Auswirkungen in der Gegenwart bleiben
spürbar. In diesem Kontext setzt sich der in Berlin lebende Künstler mit den
Auswirkungen der historischen Fakten in der Kunst auseinander, im Speziellen
mit den Expressionisten und deren Umgang mit dem so genannten Primitivis-
mus.
Andrew Gilbert wird mit dieser Schau erstmalig institutionell in einem größeren
Rahmen präsentiert.
  

 
Andrew Gilbert, Ausstellungsansicht, St. Petri, 2016
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Melissa Gordon - Derivative Value
 

08.05.–26.06.2016 – Eröffnung: 08.05.

 

Melissa Gordons Arbeiten enthalten oft bereits vorhandene Bilddarstellungen,
die auf bestimmte Ereignisse, Geschichten und Menschen Bezug nehmen.
Alle Themen, die die in Boston geborene Künstlerin dazu heranzieht, drehen
sich um spezifische Geschichten, und sie schaut, auf welche Weisen diese
dargestellt oder verwendet worden sind. Daraus gewinnt sie Indikatoren, um
abzustecken, welches Quellenmaterial sie mit welchen Gattungen oder his-
torischen Stilen zusammenbringen kann. Das heißt, sie greift auf Original-
Quellenmaterial zurück, nimmt aber dabei eine inhaltliche Verlagerung vor.
In ihren neueren Arbeiten untersucht sie Wahrnehmungsphänomene, die opti-
sche Irritationen verursachen. Dabei werden zum Beispiel Raster-Bilder von
skulpturalen Objekten überlagert, die eine Art Moiré-Effekt bewirken. Melissa
Gordon interessiert sich für den Wandel von Oberflächen, ihre Vergänglichkeit.
In ihrer Serie der Blow Up Modernists zum Beispiel beschäftigt sie sich mit
Kunstwerken, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts entstanden sind (unter and-
erem von Piet Mondrian), deren Farben im Laufe der Zeit verblasst, deren Ob-
erflächen altersbedingt mit Craquelés überzogen sind, deren physikalischer
Zustand insgesamt instabil geworden ist. Die daraus resultierende morbide
Ästhetik ist entscheidender Ausgangspunkt für die Blow Up Modernists.
 
Melissa Gordon, Mondrian Blow Up, 2013, Siebdruck auf Leinwand, 170 x 120 cm,
Courtesy COSAR HTM, Düsseldorf
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Regionale 3 - News from Nowhere 

Stipendiatinnen und Stipendiaten der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein
2014 und 2015
 

17.07.–14.08.2016 – Eröffnung 17.07.

 

Ein Duo Violine/Harfe, Neue Musik, Blumenstillleben, Gemälde zwischen Maler-
ei und Digitalität, Erzählungen, Romane, Theaterstücke, Kompostionsprojekte,
kinetische Raum- und Klanginstallationen, raumtheoretische Fragestellungen,
Comic, eine Ausstellungsreihe, zeitgenössische Keramik, Eisregen, Marianne
et Clara Eissler, Wald als verschwindende Landschaft, Stadt aus Rauch, Steu-
erstrafakte, Hamlet Hardcore, Kassandra, Im Dazwischen, Club der Lange-
weile: thematisch eröffnen die 2014 und 2015 durch die Kulturstiftung des Lan-
des Schleswig-Holstein in den Sparten bildende Kunst, Literatur, Musik und
Theater vergebenen Reise- und Arbeitsstipendien ein weites Feld. Topograf-
isch rückt das Förderprogramm allein Schleswig-Holstein in den Fokus aktueller
Kunst und Kultur: die sechzehn geförderten Stipendiatinnen und Stipendiaten
leben und arbeiten in Kiel, Lübeck, Eckernförde, Bad Segeberg, Elmshorn,
Osterrönfeld undGroßsolt.
Es sind: Ulla Bay Kronenberger, Ansgar Beste, Maxim Brandt, Helge Brumme,
Gerald Eckert, Gregor Hinz, Stephan Jäschke, Lena Kaapke, Stefanie Klick, Izy
Kusche, Svealena Kutschke, Maria Malmberg, Paulina und Agata Pospieszny,
Detlef Schlagheck und Tobias Sommer. Die Regionale 3 zeigt die aktuellen
Landesstipendiatinnen und -stipendiaten im Rahmen einer Gruppenausstellung
und begleitender Veranstaltungen in der Overbeck-Gesellschaft. Weitere Infor-
mationen können unter www.regionale-sh.de eingesehen werden.  
 
Maxim Brandt, Innere Emigration, 2013, Öl auf Leinwand, 120 x 145 cm, Courtesy the artist
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Joep van Liefland - Real Resurrection
 

28.08.–09.10.2016 – Eröffnung: 28.08.

 

Für seine umfassende Einzelausstellung in der Overbeck-Gesellschaft in Lübeck,
seiner ersten institutionellen Einzelpräsentation in Deutschland, baut Joep van
Liefland, der zu den wichtigsten niederländischen Künstlern der Gegenwart zählt,
eine Installation, den Video Palace #42. Bei der Installation geht es um einen
Raum im Raum, eine containergroße Kabine, die für das Publikum begehbar ist.
Im Inneren der Installation stapeln sich Videorekorder, alte Kassetten, Fernbedie-
nungen, Kabel und Bildschirme in den Regalen. Parallel zeigt van Liefland Bronze-
skulpturen, Vitrinen und eine Serie von Siebdrucken. Die Ausstellung zeigt erstmals
das medial vielfältige Schaffen van Lieflands, das zudem in seiner bisher umfang-
reichsten Publikation, die Hatje Cantz publiziert, dokumentiert wird.
Bei der Reihe von Siebdrucken bezieht sich der Künstler auf den RGB-Farbraum,
den Standard für die Erzeugung von Farben auf elektronischen Bildschirmen.
Außerdem werden mehrere Bronzeskulpturen gezeigt, die u. a. menschenhohe
Türme aus gestapelten Videokassetten bilden. Das instabil wirkende Motiv der un-
ordentlich geschichteten Kassetten und das massive Material Bronze stehen in ei-
nem spannungsreichen Kontrast zueinander. Der Bronzeguss wird seit der Antike
verwendet, um Werke zu schaffen, die die Zeiten überdauern. So setzt van Liefland
dem verschwindenden Bild des VHS-Stapels auf der einen Seite ein Denkmal, ver-
weist aber andererseits auf die Vergänglichkeit jeder Technik, unabhängig davon,
wie revolutionär die Errungenschaft einst gewesen sein mag. Vielleicht erinnert van
Liefland an das Weggeworfene, um zu antizipieren, was in Zukunft vergessen wer-
den wird.   
 

Joep van Liefland, Snapshot from table in artists studio (Detail), 2016, Courtesy the artist
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DOUBLE ACT – Sven Kroner & Sophie Schweighart

Eine Ausstellung der Overbeck-Gesellschaft und des St. Petri Kuratoriums

 
Sven Kroner: 23.10. - 11.12.2016 (Overbeck-Gesellschaft)
Sophie Schweighart: 23.10. - 16.11.2016 (St. Petri)
Eröffnungen: 23.10.

 
In der Reihe „DOUBLE ACT“ werden 2016 die Künstler Sven Kroner und
Sophie Schweighart vorgestellt.
 
Sophie Schweighart. Das helle Zimmer

Betritt man Sophie Schweigharts Rauminstallationen, findet man sich einer
ganz eigenen, vermeintlich rationalen Systematik, einer logischen und
wissenschaftlichen Ordnung ausgesetzt, die nur in ihrem inszenierten
Kosmos Sinn ergeben mag. Bühnenartige Installationen, die geheimnisvoll,
traumartig, von einer surrealen Bildvorstellung geprägt, obskur oder kafkaesk
anmutend, in ihren Kreislauf hinein manövrieren – ein in sich geschlossenes
System, das einem eigenen, immanenten Rhythmus verschrieben scheint.
Theatrale Räume wie Darstellungen innerer Seelenleben, Orte von psychischer
Intensität und erlebbarer Nähe bergen oftmals performative Momente in Rahmen
derer sich die Künstlerin selbst als Teil einer Körperschaft, einer Art gesamten
Somas begreift. In ihrer Installation Das helle Zimmer scheint man in einen eben
solchen Turnus zu geraten, in ein System, das die eigenen Bewegungen anleitet.
Weilen, warten, verharren – die Künstlerin bestimmt durch ihre Gestik und
atmosphärischen Arrangements die emotionale und körperliche Rezeption
ihrer Arbeit und lässt gleichsam Raum für eine individuelle Suche.
 
Sven Kroner. Walk like a giant

Aus den Gemälden von Sven Kroner spricht eine gewisse Sehnsucht,
genährt von nostalgischen Empfindungen über Gewesenes – der Wunsch nach
Einfachheit und Sorglosigkeit, nach der schicksalhaften Unvorhersehbarkeit und
Irrationalität von Natur. Auch wenn in einigen Arbeiten unbezwingbare Urkräfte
Gestalt gewinnen, versucht der Künstler keineswegs mythische Differenzen mit
dem Irdischen darzustellen. Vielmehr wird die große Gebärde durch Ironie und
Übertreibung ausgehöhlt, scheint die imposante Umgebung den Menschen nicht
sonderlich zu beeindrucken. Kroners Autos fahren auf Autobahnen unbeirrbar
prachtvollen Sonnenuntergängen entgegen, seine Skiläufer sind beim Ausweichen
vor Lawinen viel zu gewandt, um sich über ihr Leben Gedanken zu machen. In einer
neuen Serie von Arbeiten thematisiert Sven Kroner den „Ausblick“, indem er sich
der Metapher des Fensters bedient. Hierbei handelt es sich um das klassische Motiv
der malerischen Selbstreflexion. Der Blick wird gerahmt und in einen konkreten
räumlichen Zusammenhang gestellt.
 
 
 
Sven Kroner, Atelierwand, 2015, Acryl auf Nessel, 160 x 230 cm   
 
 
 
 
Sophie Schweighart, Wartezimmer, 2015, Filmstill, 05:17 min.